Flüge nach Panama

Welche Airlines gibt es

 Last Update: 16.09.2011

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Der Flug nach Panama ist nicht gerade kurz und billig, da lohnt es sich zu optimieren. Und es gibt bislang noch immer keinen Flug, der Deutschland direkt mit Panama verbindet. Es ist immer eine Zwischenlandung nötig und – bis auf die neue Condor-Strecke – auch ein Umsteigen. Zum Glück lässt sich über Internet sehr schnell ein Überblick gewinnen. Und im Laufe der Flüge sammeln sich die Erfahrungen und Eindrücke.

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Iberia Airlines

Von Madrid gibt es schon länger eine direkte Verbindung nach Panama. Der Flug war bislang im Vergleich allerdings stets so teuer, ich habe auch wenig Gutes darüber gehört und finde die Verbindung Deutschland-Spanien so umständlich, dass diese Variante meines Erachtens nicht weiter in Betracht kommt.

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Flug über USA

Hier lässt es sich am günstigsten fliegen, mit unterschiedlichsten Airlines. Die Flüge gehen nach Miami, Atlanta, Newark etc. und führen dann weiter nach Panama. Die gesamte Flugzeit beträgt ungefähr 14-15h, hinzu kommt in den USA eine Aufenthaltszeit von 3-5 Stunden, die man auch dringend benötigt, um die Einreiseformalitäten der seit 9/11 noch neurotischeren amerikanischen Behörden zu bewältigen. Da bleibt wenig Zeit für Shopping oder einen gemütlichen Kaffee am Airport.

Das Seltsame: Auf allen Flügen durfte ich stets einreisen, um dann wieder auszureisen. Einen Transitbereich habe ich bislang nicht kennengelernt. Na gut, so kann man die Zahl der „Einwanderer“ künstlich hochtreiben, macht sich gut in jeder Statistik.

Die Schlangen am Einreiseschalter dort sind oft lang, die einfachen Beamten hinter dem Pult fühlen sich als bedeutende Organe des amerikanischen Staates und lassen dich das als potenziellen Einreiseterroristen deutlich spüren. Wehe dem, der sich nicht korrekt anstellt oder die grüne Karte nicht ausgefüllt bereithält. Und die Prozedur mit Fingerabdrücken und Foto ist auch nervig. Auf die Frage, was ich in den USA denn wolle, antwortete ich, dass ich nicht in die USA will, sondern im Transit nach Panama bin. Prompt folgte die Frage, warum ich denn NICHT in die USA wolle. Und das war nur eine der vielen Anekdoten.

Die seit 9/11 verstärkten Sicherheitskontrollen sind lediglich Augenwischerei und Wichtiggetue – bei jedem Schlangestehen oder spröde-witzigen Kontrollmanöver fielen mir stets gleich mehrere Möglichkeiten auf, die Maßnahmen relativ einfach auszutricksen. Die werde ich hier natürlich nicht erwähnen.

Und ganz ohne Tricks stand zum Beispiel mein Koffer, bei dem ich noch in Deutschland amerikanischem Personal hoch und heilig schwören musste, dass ich es nicht unbeaufsichtigt gelassen hatte, mir keiner beim Packen geholfen hat und ich auch keine Pulverpäckchen für Freunde dabei habe, rund eine Stunde unbewacht am Gepäckband in Amerika und vor der Zollkontrolle – herzlichen Glückwunsch.

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KLM über Amsterdam

Seit 2008 fliegt KLM von Amsterdam nach Panama. Der Preis für den Flug schwankt stark und ist im Schnitt rund 200 Euro teurer als der Flug über die USA. Mit einem Zubringerflug ab vielen deutschen Großstädten geht es innerhalb von ungefähr 1h zum Flughafen Schiphol, der hervorragend ausgebaut und organisiert ist und beim Transit-Aufenthalt alle Annehmlichkeiten bietet. Nach 2-3h geht es weiter nach Panama mit einer Flugzeit von rund 10-11h.

Bis jetzt haben mir diese Flüge am besten gefallen. Alles ist in Ordnung, der Service ist gut, die Flugzeit vergleichsweise kurz und die Uhrzeit von Abflug und Ankunft praktisch, die Maschinen modern. Schade nur, dass die reguläre Gepäckmenge von zwei auf ein Stück gesenkt wurde.

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Condor

Der Flug im Ferienbomber hat den Vorteil, dass es im Moment die einzige Verbindung Deutschland/Panama ist, die kein Umsteigen erfordert, trotz Zwischenlandung in der Dominikanischen Republik. Das war’s aber auch schon mit der positiven Seite.

Los ging es bei der Buchung des Flugs – kam mir fast vor wie beim Kauf eines Autos, jedes Detail kostet extra, die Liste des Kleingedruckten ist lang und das Gepäckgewicht ist auf 20kg limitiert statt 23kg wie bei anderen. Logisch, wenn Condor nachher gut an jedem Extra-kg verdient.

Der Online Check-In ab zwei Tagen vor dem Abflug von zuhause klappte wegen „vorübergehender“ technischer Probleme nicht, und das durchgehend bis zum Abflug. Diese Anzeige kam natürlich erst, wenn man schon alle Daten eingegeben hatte und auf „bestätigen“ klickte. Also Check-In am Airport; die Schlange am Schalter war elendig lang, der Automat war frei. Jetzt weiß ich auch warum - die Bedienung war zwar einfach, doch bescheuert träge und lies auch nicht die Eingabe der Miles&More Nummer zu.

Hinter der Sicherheitskontrolle in Frankfurt gab es keinen Duty Free Shop oder Restaurant mehr, und der Wartebereich mit ungemütlichen Sitzreihen in Parkhausatmosphäre verfügte lediglich über einen Kaltgetränkeautomaten, der sich ausschließlich mit Münzgeld bedienen lässt. Gut wenn man ausreichend Kleingeld dabei hat. Auch Toiletten gab es im Wartebereich nicht – Reisen dritter Klasse. Passend dazu erinnerten auch die Passagiere zu zwei Dritteln an den typisch karikierten Malle-Urlauber, quasi schon mit Schwimmreif um den feisten Bauch.

An Bord gab’s den typisch deutsch-spröden Charme der Stewardessen, enge Sitze und unkomfortables TV über ein paar Bildschirme an der Decke. Spannend war die Zwischenlandung der Maschine in der Dom.Rep., bei der die Panama-Passagiere den Flieger nicht verließen und trotzdem nachgetankt wurde. Passend dazu kam die zwischengeschobene Ansage aus aktuellem Anlass, doch bitte auch während der Standzeit nicht im Flieger zu rauchen. So bekommt auch ein langweiliger Flug ein gewisses Adventure-Kribbeln.

Kurz vor der Ankunft in Panama ging der „Purser“ herum und verteilte Formulare – aber nur das Zoll-Formular, nicht das Einreise-Formular. Auf mein Nachfragen – bis jetzt waren immer zwei Formulare nötig - meinte er, es gäbe nur dieses eine Dokument und das reiche. Natürlich reichte es nicht, und dadurch staute sich dann bei der Einreisekontrolle am Flughafen Tocumen die Schlange der deutschen Einreisenden derbe zurück, da jeder einzelne am Schalter noch „schnell“ das Dokument ausfüllen musste. Ich bin einfach nach vorne gegangen, habe gleich einen Stapel Formulare von der Beamtin erbeten und in der Reihe der Deutschen verteilt.

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Fazit

Gruß an Condor – never again! Das hat bis jetzt jede andere Fluggesellschaft besser hingekriegt.

Der Flug über die USA ist am günstigsten, dauert aber auch am längsten und bringt einige überflüssige Unannehmlichkeiten mit sich.

Die nächste Reise geht wieder mit KLM über Amsterdam. Mit ein bisschen Terminpoker sollte sich ein vernünftiger Preis finden lassen.

 

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