Neues vom Haraldswald

Rund um Aufforstung, März 2007

 Last Update: 16.09.2011

 El Pito · Las Palmeras (FF) · Haraldswald · Low Profit Forest · Madera Fina (FF)

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Unterwegs nach Santiago, Soná, El Pito


Panamericana, mittendrin in der Provinz

Von El Vaille kommend fuhr ich über die Panamericana in Richtung "Haraldswald" (Region Veraguas, siehe maps.google.de).

Eine sehr nette Abwechslung von der ab hier eher monotonen Straße waren die beiden Polizisten, die mich um $25 erleichterten, weil ich einen Hauch zu schnell gefahren war.

In Santiago ging es ab von der Panamericana, Richtung Sona, über unterschiedlich gut befestigte Straßen.


Santiago, Hauptstraße


Wäre das Futuro Forestal Schild nicht gewesen ...

An der Abzweigung Richtung El Pito traf ich Georg, der sein gemäß Studienplan vorgeschriebenes Praktikum bei Futuro Forestal absolvierte und sich freundlicherweise bereiterklärt hatte, zwischen mir und dem Verwalter der Pflanzungen in El Pito zu dolmetschen


... hätte ich die Abfahrt nach El Pito verpasst


Playa El Pito

Da wir zu früh dran waren, machten wir noch einen Abstecher zum nahe gelegenen Strand.

Der Weg führte kilometerweit über unbefestigte Straßen - in der Regenzeit hätte ich hier mit dem gemieteten Yaris keine Chance gehabt.

Na ja, dieser Strand bei El Pito kann mit der Playa Las Lajas nicht mithalten.

 

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El Pito - Finca Las Palmeras


Futuro Forestal Office in El Pito

Das kleine Dorf El Pito machte einen sehr gepflegten Eindruck, und die Behausungen waren in einem guten Zustand - und überwiegend aus Stein. Dies könnte durchaus den Arbeitsplätzen bei Futuro Forestal zu verdanken sein.

Im Zentrum lag das Office von Futuro Forestal. Die Einfahrt zur Aufforstung Las Palmeras selbst befindet sich wenige Minuten entfernt Richtung Strand.

 


Eingang zur Pflanzung Las Palmeras


Schnappschuss in Finca Las Palmeras

Hier trafen wir den Verwalter Guillermo und stiegen zu ihm in den Jeep um, denn anders wäre der Waldweg von Las Palmeras nicht befahrbar gewesen.

Die Arbeiter waren bei brütender Hitze damit beschäftigt, die Bäumchen zu beschneiden und die Zwischenräume zu säubern.

Wegen der Bodentiere sind Stiefel Pflicht - und gemäß internationaler Vorschriften von FSC & Co. eigentlich auch Helme.


Arbeiter beim Entasten

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Haraldswald 2007


Grenzstein

Und nun - endlich! - konnte ich meine Bäumchen mit einem gepflegten "Holá" begrüßen.

Weil ich eine "Eko-Parzelle" gekauft hatte, gehört auch klassischer Baumbestand dazu.

Für die Waldwirtschaft vorgesehen sind natürlich nur die "jungen Bäumchen".


spontaner  Blick in die Parzelle, hinten verläuft ein Bach


Teak-Areal - auf geraden Flächen

Es ist grandios, wie die Teakbäume in die Luft geschossen sind! Denn die Pflanzung war ja im März gerade mal rund 1½ Jahre alt.

Auf den geraden Flächen stehen vornehmlich Teakbäume, an den Schrägen bzw. Hängen die anderen Baumarten.


"Messung"


???

Immerhin, die versprochene Diversifikation war absolut nachvollziehbar!

Mahagoni ist bei Schädlingen sehr beliebt. Man hat in der Anfangszeit gelernt und pflanzt diese Art jetzt weit über die Fläche verteilt, um die "Ansteckungsgefahr" gering zu halten.

Zu berücksichtigen ist, dass mein Besuch quasi im "Hochsommer" zu fortgeschrittener Trockenzeit stattfand.


Mahagoni - und Guillermo


????


Cedro Espino
Hier werfen u.a. die Stachelzedern ihre Blätter ab -  wie unsere Laubbäume im Winter.

Zum Glück ging ein gutes Lüftchen, sonst wäre die Hitze für mich kaum zu ertragen gewesen.


??????


Eco-Zone

Besonders angenehm fand ich, dass neben den Flächen, auf denen die jungen Bäume erst noch heranwachsen, auch so viel saftige, ursprüngliche Bereiche vorhanden sind.

Vielleicht dient das ja auch als "Baumschule", und die jungen Bäumchen nehmen sich ein Beispiel dran ... :-)


windig war's (Straße zwischen den Parzellen)

Alles in allem war es ein fantastisches Erlebnis, den eigenen "Wald" zu besichtigen und ihn gut versorgt zu wissen. Ich kann die "technischen Details" nur bedingt beurteilen, denke aber, dass die Arbeiter und der Verwalter Guillermo ihren Job ordentlich machen.

Und ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich meine Bäume und den Wachstumsfortschritt besichtigen kann. Hoffentlich reicht mein Spanisch dann bereits dafür, ein paar mehr Worte mit Guillermo zu wechseln, ohne auf die dolmetschenden Dienste von Georg & Co. angewiesen zu sein.

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New Economy - Low Profit Forest

Nach dem Besuch in El Pito auf der Finca Las Palmeras fuhren Georg und ich weiter nach Las Lajas. Unterwegs sahen wir noch diverse andere Anpflanzungen. Immer mehr panamaische Bauern scheinen auf den Zug mit der Holzproduktion aufzuspringen, um mit Edelhölzern gutes Geld zu machen.


Schnappschüsse auf der Fahrt

Auf meine Anmerkung hin, dass es neben so manchem dürren "Spargelfeld" auch durchaus ansehnlich bewachsene Plantagen gibt, klärte mich Georg auf:

Bei den meisten Pflanzungen werden die Bäume nicht entastet - würde schließlich eine Menge Arbeit machen. Allerdings hat das Holz dann später sehr viele Astlöcher und ist als Edelholz wirtschaftlich quasi wertlos, da ungeeignet für die Möbelherstellung etc.


Entastung oder sonstwelche Pflege? Fehlanzeige

Hmm, das hatte meinen Blick geschärft, und tatsächlich - mir fiel unterwegs und auch auf der späteren Rückfahrt in die Hauptstadt keine Plantage auf, die nach diesen Kriterien ordentlich bewirtschaftet war. Schade für die Bauern. Trotzdem nicht schlecht für die Umwelt (solange die Bäume nicht als Brennholz enden).

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Las Lajas - Finca Madera Fina

Natürlich wollte ich mir nicht nehmen lassen, noch einmal das erste Aufforstungsprojekt in Las Lajas "Madera Fina" zu besuchen. Schließlich kannte ich das Gebiet vom letzten Jahr und wollte mir einen Eindruck vom Zustand und Fortschritt machen - in der Hoffnung, dass mein eigener Wald in ungefähr 10 Jahren mindestens genauso aussieht.


Futuro Forestal Office in Las Lajas

Diesmal kam ich um das Tragen eines Helms nicht drum herum ... ;-)

Die Bäume machten wie schon letztes Jahr einen hervorragenden Eindruck, ebenso wie das gesamte Stückchen Wald, durch den wir regelrecht spazieren konnten, und in dem die Temperaturen vergleichsweise angenehm waren.

Mit Abstand am besten gewachsen waren erwartungsgemäß die Teakbäume, aber auch der "Rest" war ansehnlich.


zwei "dicke Freunde"

Viele der Bäume haben sich gut entwickelt, allerdings sind auch ein paar darunter, die keinen so üppigen Eindruck hinterlassen. Die Mitarbeiterin von Futuro Forestal erklärte mir, dass beim Sameneinkauf in den ersten paar Jahren noch gespart wurde, sprich nicht das teuerste Samenmaterial zum Einsatz kam. Erfahrungen, aus denen man gelernt hat.


ca. 12 Jahre alter Wald


trotz Trockenzeit ordentlich "grün"


mit einigen etwas lichteren Stellen

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